»Dabei ist Carvers Geschichte von einem Undercover-Mann, der sich die Finger schmutzig machen muss und bei den Verbrechern immer mehr Freunde findet, keine neue Geschichte. Zahlreiche, teilweise auf wahren Begebenheiten beruhende, Kriminaldramen über die langen Undercover-Einsätze von Polizisten, die zunehmend zwischen ihren verschiedenen Loyalitäten zerrissen sind, und der fast zeitgleich entstandene Hongkong-Thriller INFERNAL AFFAIRS (der in den USA erst nach der Veröffentlichung von SLEEPER startete) erzählen in Teilen ähnliche Geschichten. Doch SLEEPER ist düsterer und gewalttätiger als die meisten anderen Geschichten. Brubaker verknüpft hier schamlos eine Noir-Geschichte, die irgendwo zwischen Gangster- und Spionagethriller schwankt, mit einer Superheldengeschichte, baut mehr Storytwists ein als bei 24 und lässt auf kein gutes Ende hoffen.«
(Axel Bussmer, kriminalakte.de)
»Autor Ed Brubaker verleiht in diesem Band der Beziehung der beiden mächtigen Männer im Hintergrund eine zusätzliche Tiefe, besonders, indem er die langjährige Rivalität durch Rückblenden beleuchtet. Zudem steht die vorletzte deutsche SLEEPER-Ausgabe für einen Schritt in der Entwicklung von Carvers Charakter, der von seiner ursprünglichen Rolle als Verbrecher eingeholt wird. Die Serie leistet sich keinen Durchhänger und weiß konsequent zu überzeugen.«
(Benjamin Vogt, comicgate.de)
»Dass Lynch und Tao beide Teufel mit gar nicht so unterschiedlichen Ansätzen und Methoden sind, spielt dabei ebenso eine Nebenrolle wie die schlichte Tatsache, dass der von beiden Seiten Umgarnte an seinem Empfindungsvermögen endgültig zu zerbrochen droht. In einem Spiel, in dem der Vorhang in Kürze fallen wird, gilt es nur mehr sich möglichst unbehelligt aus dem Rampenlicht zu verdrücken. Dies macht auch Ed Brubaker am Ende des Bandes und lässt seine Leser zurück mit einem Brennen unter den Nägeln vor Neugier und vom schnellen Vorblättern.«
(Andreas Grabenschweiger, Slam)